INTERNATIONALER MUSEUMSTAG

Am Sonntag, 19. Mai 2019 findet der nächste Internationale Museumstag statt!

Unter dem Motto "Museen – Zukunft lebendiger Traditionen" feiern die teilnehmenden Museen in ganz Deutschland den Aktionstag und bieten vielfältige Programmpunkte.

Der Aktionstag zielt darauf ab, zum einen auf die thematische Vielfalt der Museen in Deutschland sowie der Museen weltweit hinzuweisen und die Museen in den Fokus der Betrachtungen zu stellen. Mit ihren Ausstellungen und Sammlungen stellen die Museen die kulturelle Identität und Diversität dar und machen diese für Besucher erfahrbar.

Museen sind aber auch Orte, wo Traditionen und immaterielles Kulturerbe als Sammlungsgut erhalten werden. Sie vernetzen sich mit den Trägern lebendiger Traditionen und holen sie in ihre Museen. Damit bieten sie Besuchern Raum für Inspiration, Reflexion und leisten einen wichtigen Beitrag zum Verständnis und zur Zukunftsfähigkeit von Traditionen.

„Es gibt viele Gründe zu sammeln, sei es wissenschaftliche Neugier, der Anspruch, Kulturgut für die Nachwelt zu erhalten, Entwicklungen zu dokumentieren oder einfach aus Leidenschaft. So vielfältig die Beweggründe und unterschiedlich die Sammler, so vielfältig ist auch unsere Museumslandschaft und ihre Sammlungen. Keine Sammlung ist dabei zufällig, jede hat eine Geschichte und ist als Brücke zwischen unserer kulturellen Vergangenheit und der Gegenwart ein Ort der Begegnung.“

Der Internationale Museumstag wurde 1977 vom Internationalen Museumsrat ins Leben gerufen und wird seit 1978 gefeiert. Seit 1992 wird der Tag von einem jährlich wechselnden Motto begleitet. Ziel des Aktionstages ist es, auf die thematische Vielfalt der mehr als 6.500 Museen in Deutschland sowie der Museen weltweit aufmerksam zu machen. Mit ihrem breiten Spektrum, dem vielfältigen Angebot und innovativen Ideen leisten die Museen einen großen Beitrag zu unserem kulturellen und gesellschaftlichen Leben. Weitere Informationen zum Internationalen Museumstag unter www.museumstag.de.

In den Museen der Museumslandschaft Oberhessen zeugen einzigartige Exponate und wertvolle Sammlungen von einem reichen kulturellen Erbe der Wetterau und des Vogelsberges. Die Museen geben Einblicke in Kulturschätze, erweitern den Horizont, wecken die Sinne und vermitteln Kenntnisse zur Region. Der Internationale Museumstag verspricht ein besonderes Erlebnis für die ganze Familie zu werden – unsere Museen halten dazu ein abwechslungsreiches Programm bereit. Als Besucherinnen und Besucher, sind Sie herzlich eingeladen, die in den Museen bewahrten Schätze zu entdecken und sich von dem leidenschaftlichen Engagement der Museumsmitarbeiterinnen und Mitarbeiter begeistern zu lassen.

Wir freuen uns auf Sie!

Eine Auswahl von Aktionen zum Internationalen Museumstag am 19. Mai 2019

Freuen Sie sich auf besondere Veranstaltungen und Aktionen in teilnehmenden Museen:

Muna-Museum, Grebenhain-Bermuthshain, 10-17 Uhr
Sonderausstellung „Vorspiel zum Vernichtungskrieg, das große Herbstmanöver 1936 im Vogelsberg", historische Bilder und Dokumente. Das Museum informiert umfassend über die Geschichte der Luftwaffen-Munitionsanstalt im Oberwald und sensibilisiert für die Thematik.

Heuson-Museum, Büdingen
Eröffnung der Sonderausstellung "Von Hökerweibern und Pfeffersäcken - Handel im Mittelalter". Das Museum thematisiert die Stadt- und Regionalgeschichte und stellt archäologische Themen anschaulich dar.

Feuerwehrmuseum, Nidda, 13-16 Uhr
Feuerwehrtechnik einst und heute. Zahlreiche Informationen und spannende Objekte zum Feuerlöschwesen in der geschichtlichen Entwicklung von 1850 bis 1950 im alten Spritzenhaus am Marktplatz Nidda.

Niddaer Heimatmuseum, Nidda, Eröffnung 11 Uhr
Ausstellung „Von Menschen und Mäusen - Sammlung Reinhard Ewert", Einführungsvortrag. Die Ausstellungsobjekte im Heimatmuseum vermitteln die interessante Stadt- und Siedlungsgeschichte sowie das örtliche Handwerk und lassen es anschaulich werden.

Wetterau-Museum, Friedberg, 10-17 Uhr
Buntes und abwechslungsreiches Programm für Jung und Alt. Das in der Altstadt gelegene Museum präsentiert die Kelten und Römer in der Wetterau, thematisiert die Archäologie und wechselvolle Stadtgeschichte sowie die Landwirtschaft im 19. und 20. Jahrhundert.

Fastnachts- und Statt-Museum, Herbstein, Ausstellungseröffnung 14 Uhr
Ansichtskartenausstellung des großen Sammlers Heinrich Thrin aus Herbstein. Aus seiner Sammlung werden vergrößerte Bilder in verschiedenen Themenblöcken zu sehen sein: Künstlerkarten, Silhouettenkarten („Stadt auf dem Berge“), Grußkarten, Fastnachtskarten, Juppche-Karten, Besondere Häuser und Straßen, Marktplatz mit Rathaus, Karten von der Kirche und Kapelle, Landschaft und Seen, Stadtteile usw. Wenn man bedenkt, dass im Jahre 1899 in Deutschland fast 100 Millionen Ansichtskarten produziert worden sind und es damals schon Sammlervereine gab, so wird das Motto des Museumstages deutlich. Über die Ansichtskarte wurde „die Ansicht der ganzen Welt in die Welt transportiert“. Über die Ansichtskartensammlung wird heutzutage die fast ausgestorbene Kartenschreiberei gepflegt und in die Zukunft getragen. Die Ausstellung ist noch weitere vier Wochen zu sehen.

Musikinstrumentenmuseum Lißberg, Ortenberg-Lißberg, 14-17 Uhr
Sonderausstellung „Seide trifft Saiten“ - Saiteninstrumente an der Seidenstraße zu Land und zu Wasser. Die uralte Seidenstraße ist in den letzten Wochen durch China vermehrt wieder in den Fokus gerückt, um die Handelsbeziehungen nach Europa auszubauen. Was sie bereits vor Jahrhunderten an kulturellem Austausch bewirkt hat, zeigt die Sonderausstellung in Lißberg: Seltene und ebenso dekorative wie skurrile Musikinstrumente über Zentralasien bis nach China werden zum Museumstag präsentiert. Dabei u.a. ein Nachbau eines welteinmaligen Saz Dulap aus dem 8. Jahrhundert!

Wölfersheimer Energiemuseum, Wölfersheim, 14-17 Uhr
Mit dem Besuch des Museums kann man sich leicht in die Rolle derer versetzen, die mit ihrer Hände Arbeit das Material für die Energiegewinnung gewonnen haben. Die Wetterauer Braunkohle ist noch relativ jungen Datums, kaum älter als eine Million Jahre. Entstanden ist sie, wie andere Kohle auch, durch abgestorbene Sträucher und Gräser, die sich zumindest in Mooren als Torf angesammelt haben und mit verschiedenen Segmenten überdeckt, durch hohen Druck und Luftabschluss einen geochemischen Prozess durchlaufen haben. Die Wetterauer Braunkohle ist die jüngste, die jemals in Deutschland abgebaut wurde. Nicht nur die historische, sondern auch erneuerbare Energiegewinnung steht im Fokus.

Ebenfalls von 14 bis 17 Uhr kann der Weiße Turm in Wölfersheim besichtigt werden. Er ist das Wahrzeichen der Gemeinde. Der Rundturm mit Steinhelm und Wehrgang war mit seiner Höhe von 27 Metern das größte Bauwerk der im Jahre 1408 mit dem Weißen Turm vollendeten Stadtbefestigungsanlage. Am Weißen Turm war früher die einzige Einfahrt, die sogenannte alte Pforte, in das befestigte Wölfersheim die über die nicht mehr vorhandene Brücke führte. Erst 1550 wurde an dem heutigen Lindenbaum eine neue Pforte in die Stadtmauer gebrochen. Die wohl einzige Bewährungsprobe für die Befestigungsanlage, und somit auch für den Weißen Turm, waren die drei Angriffe aus dem Jahr 1425 von der Stadt Butzbach. Die Butzbacher holten dafür sogar die Kanonen von ihrer Stadtmauer. In späteren Zeiten nutzte man den Wehrturm im Erdgeschoss als Gefängnis.

Burgmuseum Schlitz, Schlitz, 10-18 Uhr
Attraktive Mitmachaktion: Zur Erinnerung bietet das Museum den Besuchern die Gelegenheit selbst anhand von alten Druckstöcken (Klischees) aus einer Auswahl mit historischen Motiven  der Stadt Schlitz eine eigene Reproduktion im Postkartenformat zu drucken.
Die derzeit laufende Sonderausstellung „Schlitz im Bild – alte Ansichtskarten derSammlung Günter Hedrich und neuere Impressionen mit Radierungen von Walter Otterbein“ zeigt vielfältige Darstellungen der Stadt, neben Fotografien auch künstlerische Karten. Aus Restbeständen können alte Kunstkarten auch käuflich erworben werden.
Die attraktive Ausstellung in den 22 Räumen lädt zum Entdecken der Schlitzer Geschichte anhand der bronzezeitlichen Funde bis in die Gegenwart ein. Eine umfangreiche Ausstellung Schlitzer Trachten, die Verarbeitung vom Flachs zum Leinen und die Geschichte der Handweberei, die Geschichte des Hauses der Grafen von Schlitz, genannt von Görtz, sind nur einige der interessanten Themen.