Bernsteinmuseum Bad Nauheim

Bad Nauheim

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Schon vor über 4.000 Jahren gab es Besiedlungen an der Stelle, an der später Nauheim gegründet wurde. Die altzeitliche Siedlung wuchs und wurde wohl sehr wohlhabend, als die Kelten aus dem Wasser der auch heute noch sprudelnden Quellen Salz gewannen. In den letzten Jahren (ab etwa 1997) wurden bei archäologischen Grabungen im Zentrum von Bad Nauheim Teile einer riesigen keltischen Salinenanlage freigelegt, deren durch den Salzgehalt des Bodens gut konservierte hölzerne Leitungs- und Beckensysteme eine Salzgewinnung in bereits industriellem Maßstab dokumentieren.

Als Kurort hatte Bad Nauheim um 1900 Weltrang mit Tausenden von Gästen. Die Kur diente nicht nur gesundheitlichen Zwecken, sondern auch der Geselligkeit mit internationaler Prominenz. Die gewandelten hygienischen und ästhetischen Vorstellungen machten um die Jahrhundertwende die Einrichtung neuer Badehäuser unumgänglich. Unter der Leitung des Großherzoglichen Regierungsbauinspektors Wilhelm Jost kommt es zwischen 1901/1902 bis 1912 zu einer einheitlichen Gestaltung der Bade-, Kur- und Wirtschaftsanlagen. Zwischen 1905 und 1912 erbaute Jost als neues Herz der Kuranlagen den Sprudelhof, Bad Nauheims Wahrzeichen und wichtigstes Baudenkmal. Der riesige Gebäudekomplex, der um die drei als Sprudel aus der Erde tretenden, von Jost neu gefassten heißen Heilquellen gruppiert ist, beherbergt insgesamt 240 Badezimmer, darunter luxuriös ausgestattete Fürstenbäder. Mit seinen reich verzierten Badehäusern, den üppig ornamentierten Wartesälen und Schmuckhöfen zählt er zu den eindrucksvollsten Zeugnissen des deutschen Jugendstils.

Bekannt ist die Stadt auch als einstiger Wohnort Elvis-Presleys. Alljährliches Highlight im August ist das Europaen Elvis Festival.

Der Stadtteil Steinfurth ist ein international beachtetes Rosenanbauzentrum und feiert im Juni das Rosenfest mit üppigem Rosenkorso oder die Steinfurther Rosentage (abwechselnd).

In der Jugendstilstadt finden regelmäßig zahlreiche Stadt- und Erlebnisführungen statt.